Interessantes für Besucher unserer Kirche

in Kurzform



 

 

 

 

 


Zur Baugeschichte: Begonnen wurde der Bau der Marienstiftskirche (1511 - 1594) - auf den Resten einer 1320 geweihten Vorgängerkirche - im Stil einer spätgotischen Hallenkirche (gut erkennbar an den Seitenschiffen). Die Decke wurde als Tonnengewölbe im Stil der sich damals neu entwickelnden Renaissance beendet.


Kirche Westeingang

Die Rokokokanzel in Form eines Abendmahlkelchs, von Meister Martin Lutz aus Rockenberg 1772 - 1774 geschaffen, stand ursprünglich in der Arnsburger Klosterkirche und befindet sich seit der Säkularisierung des Klosters in Lich. Die Figuren stellen (von rechts nach links) Bernhard von Clairvaux, Thomas von Aquin, Bonaventura, Leo der Große und (auf der Konsole) Moses mit den Gesetzestafeln dar.


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Das Kruzifix hinter dem Altar entstand um 1500 im spätgotischen Stil (vermutlich als Auftragsarbeit für diese Kirche).

 

 

 

 

 


Orgel



Die Orgel, erbaut während des 30jährigen Krieges von Jörg Wagner 1621 - 1624, stand ursprünglich an der Stelle des Fürstenstuhls, wurde bereits 1631 mit Teilen der ebenfalls von Wagner erbauten Arnsburger Orgel erweitert und erhielt ihren jetzigen Standort.





 

Fenster

 

 

 

 

Dieses sowie alle Fenster der Südseite stammen aus dem vorigen Jahrhundert, ebenso die meisten Chorfenster.

Dort ist - auf der linken Seite - das Madonnenbildnis und die Darstellung der hl. Elisabeth die einzige Ausnahme. Sie entstanden während der Bauzeit dieser Kirche.



 

 

 

 


Die Grabdenkmäler im Chorumgang stellen (von links) folgende Personen dar:

  1. Werner von Falkenstein (Begründer der Residenz und Stadt Lich) oder
    Grabdenkmäler
    (wahrscheinlicher) sein Sohn Philipp von Falkenstein (Stifter des Marienstifts, gestorben 1322);
  2. Junggraf Johann von Solms (gestorben 1457);
  3. Johannes von Solms (gestorben 1457) und Elisabeth von Cronberg (1438);
  4. Kuno von Falkenstein (gestorben 1333) und seine erste Frau Anna von Nassau (1329);
  5. Dreifachgrabmal, Bildhauer Dietrich Schro, Mainz, hergestellt nach Originalporträts:
    1. Graf Philipp zu Solms (gestorben 1544) und Adriane von Hanau (1524);
    2. Graf Reinhard zu Solms (gestorben 1562) und Marie von Sayn (1586);
    3. Graf Otto zu Solms (gestorben 1522) und Anna, geborene Herzogin von
      Mecklenburg (1525).

Das Chorgestühl (jetzt unter dem "Fürstenstuhl") stand ursprünglich zwischen den Säulen des Chorraums und war mit Hilfe der früher hochklappbaren Sitzfläche auch als Stehhilfe zu benutzen.


Den "Henkersitz" findet man als schlichtes Holzbrett hinter der Tür zum linken (vom Altar aus gesehen) Emporenaufgang. Es war ein Zugeständnis (!) für den jeweiligen Scharfrichter und Abdecker der Stadt, der sonst am Gottesdienst nicht hätte teilnehmen dürfen.